Alexander Schmidheiny

Alexander Schmidheiny entstammt der vierten Generation der Familie Schmidheiny, die mit ihrem Unternehmergeist und ihrer Innovationskraft die Industriegeschichte der Schweiz über Generationen hinweg mitgeprägt hat. Gemeinsam mit seinen Brüdern Thomas und Stephan sowie seiner Schwester Adda Marietta wuchs er in Heerbrugg im St. Galler Rheintal auf.

Alexander Schmidheiny entschied sich früh, seinen eigenen Weg zu gehen. Während viele Angehörige seiner Familie erfolgreich in der Industrie tätig waren, interessierte er sich für Kunst, Kultur und gesellschaftliche Fragen. Unterstützt von seiner Mutter Adda folgte er seinen eigenen Interessen.

Nach einigen Semestern Studium der Physik, der Philosophie und der Ökonomie sowie einem journalistischen Praktikum bei der “Handelszeitung” fand er Anfang der 1980er-Jahre seine eigentliche Berufung. Gemeinsam mit seinem Jugendfreund, dem Kunsthändler Thomas Ammann, begann er eine Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen. Mit grossem Gespür für Qualität und künstlerische Entwicklungen entstand über die Jahre eine Sammlung von internationaler Bedeutung, die Werke prägender Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umfasst.

Parallel dazu blieb Alexander Schmidheiny auch unternehmerisch aktiv. Er engagierte sich für den Auf- und Ausbau des kalifornischen Weinguts Cuvaison im Napa Valley, das unter seiner Führung zu einem renommierten Weinproduzenten weiterentwickelt wurde. Gleichzeitig blieb er seiner Heimatregion eng verbunden. 1982 übernahm er die in Schwierigkeiten geratene Toko AG und sicherte damit rund 90 Arbeitsplätze im Rheintal.

Wer Alexander Schmidheiny kannte, beschreibt ihn als weltoffenen, unabhängigen Geist mit einem ausgeprägten Interesse für Menschen, Ideen und kulturelle Entwicklungen. Seine Neugier, seine Offenheit für Neues und sein Unternehmergeist prägten sowohl sein berufliches als auch sein persönliches Wirken. Diese Haltung spiegelte sich in seinem Engagement für Kunst, Kultur und regionale Entwicklung ebenso wider wie in seinen unternehmerischen Aktivitäten.

1992 verstarb Alexander Schmidheiny im Alter von nur 41 Jahren. Zu seinem Gedenken gründete sein Bruder Stephan Schmidheiny ein Jahr später die Alexander Schmidheiny Stiftung. Mit ihrem Engagement in den Bereichen Kultur, Jugend, Soziales und Umwelt setzt sie bis heute Impulse für die Entwicklung des St. Galler Rheintals und führt damit Werte weiter, die auch Alexander Schmidheiny wichtig waren.

Daros Collection

Zusammen mit seinem Jugendfreund Thomas Ammann sammelte Alexander Schmidheiny leidenschaftlich und mit viel Gespür Werke massgebender Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei kamen herausragende Werkgruppen zusammen, allen voran Werke von Andy Warhol, Cy Twombly und Brice Marden.

Nach dem frühen Tod der beiden Freunde entschloss sich Stephan Schmidheiny, das Projekt weiterzuführen. Er übergab die Sammlung an Daros, welche sie weiterentwickelte und über Ausstellungsaktivitäten sowie Leihgaben der Öffentlichkeit zugänglich machte. Seit 2010 werden Werke aus der Daros Collection in der permanenten Sammlung der Fondation Beyeler in Riehen gezeigt.

Daros Collection

Cuvaison

Im Herzen des kalifornischen Napa Valley liegt das Weingut Cuvaison, das Adda Schmidheiny Ende der 1970er-Jahre auf einer Reise entdeckt hatte. 1979 erwarb die Familie Schmidheiny das Weingut und erweiterte es um weitere Lagen. Alexander Schmidheiny übernahm in den frühen 1980er-Jahren die Führung von Cuvaison und entwickelte es zu einem nach klassischen Standards produzierenden Gut weiter.

Nach dem frühen Tod von Alexander Schmidheiny übernahm sein Bruder Thomas das Weingut. Cuvaison zählt heute zu den etablierten Weinproduzenten Kaliforniens.

Cuvaison